Probleme mit älteren Installationen

By admin13

Wer schon mal in einem "richtigen" Altbau Wände aufgestemmt hat, kann ein Lied davon singen: flaches dreiadriges Stromkabel, knapp unter dem Putz im 45 - Grad - Winkel verlegt um ein paar Pfennige gespart zu haben, ist bei manch altem Gebäude Standard - leider. Bei älteren Installationen kannte man ausgeklügelte Techniken oder Materialien wie den Schrumpfschlauch mit Kleber oder Glasseidenschlauch noch nicht. Wer in einem solchen Altbau um das Vergnügen der Stemmarbeiten bisher herumgekommen ist, jetzt jedoch an beliebiger Stelle ein Bild mit Nägeln oder, noch besser, ein Regal mit Dübeln befestigen möchte, kann schnell in die Verlegenheit kommen, sich mit der schönen Arbeit des Abreißens und Neuverputzens wochenendfüllend befassen zu müssen.

Aber auch im Neubau ist die Verlegung von Kabeln im Allgemeinen nicht so ohne. Es geht nicht mehr nur darum, Stromkabel für Licht und Steckdosen zu verlegen. Im Vergleich zur "alten" Generation stellen sich die Fragen: Telefon, Computer, LAN - Verbindung, wenn ja, in welchem Raum oder besser gleich in allen Räumen ? Will ich möglicherweise später einmal mit einer Bus - Steuerung alles zentral regeln und verändern können ? Kann es sein, dass ich in späteren Jahren plötzlich meine komplette Beleuchtung auf Niedervolttechnik mit LED oder Halogen umstellen will ? Bin ich im Alter froh über elektrische Rolladenantriebe ? Selbst wenn ich all diese Fragen für mich heute mit "Nein" beantworte, kann ich mir nicht sicher sein, ob ich in meinem Haus alt werde, und wenn, ob ich im Alter noch die gleichen Vorstellungen habe wie heute. Falls ich mein Haus verkaufen will oder muss, sollte der Nachfolger bequem seine eigenen Vorstellungen verwirklichen können. Das Zauberwort heißt natürlich Leerrohr. Stellt sich die Aufgabe: Leerrohr Durchmesser wählen.

Diese ist ganz einfach zu lösen: So dünn wie möglich und so dick wie nötig. Einerseits natürlich dünn, um die Wand nicht zu schwächen und die Isolierung zu beeinträchtigen, andererseits dick genug, um so bequem wie möglich meine Kabel einziehen zu können. Da das Leerrohr ziemlich preiswert ist, empfiehlt sich zu Anfang eine großzügige Planung mit mehreren Leerrohren, auch nebeneinander. Dann hat man beispielsweise ein Leerrohr für Netzstrom, eines für Steuerleitungen, ein weiteres für Niedervoltverkabelung, das nächste für Netzwerk - und Telefonkabel und so fort. Selbstverständlich verlegt man diese Leerrohre möglichst senkrecht ohne Knicke und zieht gleich die Zughilfen mit ein. Muss man doch irgendwo um die Ecken, empfiehlt sich das Einputzen von großzügig dimensionierten Verteilerdosen. Hochwertige Produkte, wie die der BIT Swisttal benötigt man selbstverständlich auch -und bekommt sie zudem relativ günstig. Natürlich klingt das Ganze jetzt relativ aufwändig; jedoch ist ein nachträgliches Ändern immer mit erheblich mehr Arbeit, Dreck und Ärger verbunden. Perfektionisten fertigen vorher einen Verrohrungsplan an. Eine Kennzeichnung der Kabel sollte selbstverständlich sein. Fotos sind für späteres Wiederauffinden oder auch für die Dokumentation hilfreich. Und wer möchte, verlegt gleich 5 x 1,5mm bzw. 7 x 1,5mm statt 3 x 1,5 NYM. Dadurch vermeidet man, in ein dünnes Leehrrohr ein weiteres NYM - Kabel ziehen zu müssen. Der finanzielle Aufwand ist überschaubar, der verringerte Zeitaufwand unbezahlbar.